Der TMS ist kein Wissenstest im klassischen Sinn – er prüft Deine Studierfähigkeit für Human-, Zahn- und Tiermedizin. Dafür setzt er sich aus acht Aufgabengruppen (den Untertests) zusammen, die ganz unterschiedliche Fähigkeiten abfragen: naturwissenschaftliches Verständnis, Rechnen, Textverständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, Konzentration und Gedächtnis. Wer weiß, was in jedem Untertest auf einen zukommt, kann sich gezielt vorbereiten. In diesem Überblick stellen wir Dir alle acht Aufgabengruppen kurz und verständlich vor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der TMS besteht aus acht Untertests und dauert einen ganzen Testtag mit Vormittags- und Nachmittagsteil plus Pause.
  • Die meisten Aufgabengruppen umfassen jeweils rund 24 Aufgaben mit einer festen Bearbeitungszeit – die Zeit ist bewusst knapp bemessen.
  • Zwei Untertests prüfen das Gedächtnis (Figuren lernen, Fakten lernen) mit einer Lern- und einer späteren Wiedergabephase.
  • Im TMSnat ab 2027 entfallen die drei figuralen Untertests (Muster zuordnen, Schlauchfiguren, Figuren lernen) – mehr dazu auf unserer TMSnat-Übersichtsseite.

Muster zuordnen

Hier siehst Du Bildausschnitte und musst erkennen, aus welchem größeren Muster sie stammen. Es geht um Wahrnehmungsgenauigkeit und schnelles, präzises Vergleichen. Der Untertest umfasst etwa 24 Aufgaben und rund eine halbe Stunde Zeit. Worauf es ankommt: ein systematischer Blick fürs Detail und Tempo, ohne dabei die Sorgfalt zu verlieren.

Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis

In dieser Aufgabengruppe (kurz „MedNat”) bekommst Du kurze naturwissenschaftliche oder medizinische Sachtexte und beantwortest dazu Fragen. Du brauchst kein auswendig gelerntes Fachwissen – die Lösung steckt im Text, den Du logisch durchdringen musst. Rund 24 Aufgaben in etwa 60 Minuten. Entscheidend ist, komplexe Zusammenhänge schnell zu erfassen und richtig zu kombinieren.

Schlauchfiguren

Ein Klassiker unter den räumlichen Aufgaben: Du betrachtest einen durchsichtigen Würfel mit einem gebogenen „Schlauch” darin und musst erkennen, aus welcher Richtung er dargestellt ist. Geprüft wird Dein räumliches Vorstellungsvermögen. Etwa 24 Aufgaben in nur rund einer Viertelstunde – dieser Untertest ist besonders zeitknapp. Mit der richtigen Herangehensweise lässt er sich aber gut trainieren.

Quantitative und formale Probleme

Die „Quanti”-Aufgaben sind mathematisch-logische Textaufgaben: Dreisatz, Prozentrechnung, Einheiten, einfache Gleichungen. Das Niveau bleibt überschaubar, doch Du musst sicher und zügig rechnen und die richtige Rechenoperation aus dem Aufgabentext herauslesen. Rund 24 Aufgaben in etwa 60 Minuten. Wer die Grundrechenarten souverän beherrscht, punktet hier zuverlässig.

Textverständnis

Du liest längere Sachtexte und beantwortest dazu inhaltliche Fragen. Der Untertest prüft, wie gut Du umfangreiche Informationen erfasst, ordnest und wiedergibst – eine Kernfähigkeit für das Studium. Etwa 24 Aufgaben in rund 60 Minuten. Hier hilft eine effiziente Lesestrategie, um die Antworten schnell im Text zu finden, statt jeden Text mehrfach zu lesen.

Figuren lernen

Dies ist der erste von zwei Gedächtnis-Untertests. In einer Lernphase prägst Du Dir eine Reihe unregelmäßiger Figuren ein, bei denen jeweils ein Teilbereich markiert ist. Nach einer zeitlichen Verzögerung – dazwischen liegen andere Aufgaben – erkennst Du in der Wiedergabephase die Figuren wieder. Geprüft wird Dein visuelles Kurzzeitgedächtnis. Mit einer klugen Merktechnik lässt sich die Leistung spürbar steigern.

Fakten lernen

Der zweite Gedächtnis-Untertest funktioniert ähnlich, arbeitet aber mit Inhalten statt Bildern: In der Lernphase merkst Du Dir Aussagen, etwa zu fiktiven Patientinnen und Patienten mit bestimmten Merkmalen. Später beantwortest Du Fragen dazu. Geprüft wird Dein verbales Gedächtnis. Auch hier zahlen sich erprobte Merkstrategien direkt aus.

Diagramme und Tabellen

Im letzten Untertest wertest Du Schaubilder, Diagramme und Tabellen aus und ziehst daraus die richtigen Schlüsse. Gefragt ist der sichere Umgang mit dargestellten Daten – eine Fähigkeit, die Dir im Studium ständig begegnet. Rund 24 Aufgaben in etwa 60 Minuten. Wichtig ist, die relevanten Werte schnell abzulesen und Fallstricke wie missverständliche Achsen zu erkennen.

Alle Untertests auf einen Blick

UntertestPrüft vor allemTrainierbar?
Muster zuordnenWahrnehmungsgenauigkeit, TempoJa, durch Übung und System
Med.-nat. GrundverständnisTextlogik, komplexe ZusammenhängeJa, mit Strategie
SchlauchfigurenRäumliches VorstellungsvermögenJa, mit Methode
Quantitative & formale ProblemeRechnen, AufgabenlogikJa, sehr gut
TextverständnisLesen, Informationen ordnenJa, mit Lesestrategie
Figuren lernenVisuelles GedächtnisJa, mit Merktechnik
Fakten lernenVerbales GedächtnisJa, mit Merktechnik
Diagramme & TabellenDatenauswertungJa, mit Übung

Die gute Nachricht steht in der letzten Spalte: Jeder Untertest lässt sich trainieren. Der TMS misst keine feststehende Begabung, sondern Fähigkeiten, die Du mit den richtigen Strategien und genug Übungsaufgaben gezielt verbessern kannst. Gerade die zeitknappen Aufgabengruppen entscheiden sich oft weniger über Talent als über eingespielte Routine.

Genau hier setzt unsere Vorbereitung an: In unserem TMS-Live-Onlinekurs arbeitest Du jede Aufgabengruppe systematisch durch – mit echten Übungsaufgaben, erprobten Lösungswegen und einem realistischen Zeitgefühl für den Testtag. Wenn Du direkt starten möchtest, sicherst Du Dir hier Deinen Kursplatz. Weitere Artikel rund um Test und Bewerbung findest Du in unserem Ratgeber.


Stand: Juli 2026. Die verbindliche Aufgabenstruktur, Aufgabenzahlen und Bearbeitungszeiten veröffentlicht das amtliche Portal tms-info.org. Angaben können sich ändern – wir aktualisieren diesen Artikel entsprechend.