Der TMSnat löst ab dem Frühjahr 2027 den bisherigen TMS ab und führt ihn mit dem HAM-Nat zu einem einheitlichen Test zusammen. Wenn Du zu den Ersten gehörst, die diesen neuen Medizinertest schreiben, stellst Du Dir vermutlich vor allem eine Frage: Wie fange ich das an? Die gute Nachricht vorweg – der TMSnat ist keine komplette Neuerfindung, und bewährte TMS-Strategien gelten weiter. In diesem Ratgeber bekommst Du einen klaren Fahrplan: wann Du starten solltest, in welcher Reihenfolge Du lernst und worauf es bei den einzelnen Untertests ankommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der erste TMSnat ist für das Frühjahr 2027 geplant, anschließend voraussichtlich jeweils im Frühjahr und im Herbst.
- Fünf der sieben relevanten Untertests kommen unverändert aus dem TMS – Deine Vorbereitung baut also auf erprobtem Material auf.
- Neu sind die naturwissenschaftlichen Fragen (Biologie, Chemie, Physik, Mathematik) und das arithmetische Problemlösen.
- Ideal ist ein Vorlauf von rund drei bis sechs Monaten aktiver Vorbereitung – mit einer sinnvollen Reihenfolge: erst Grundlagen, dann Untertests, dann Simulationen.
Wann solltest Du anfangen?
Für den TMSnat gilt dieselbe Faustregel wie schon beim TMS: Qualität schlägt Dauer, aber ohne Vorlauf geht es nicht. Die meisten gut vorbereiteten Teilnehmenden investieren über einen Zeitraum von etwa drei bis sechs Monaten regelmäßig Zeit – nicht in wenigen Wochen-Sprints kurz vor dem Termin.
Wenn der erste TMSnat im Frühjahr 2027 stattfindet, bedeutet das konkret: Ein Einstieg im Herbst 2026 gibt Dir genügend Puffer, um zunächst in Ruhe die naturwissenschaftlichen Grundlagen zu sichern und danach gezielt die Untertests zu trainieren. Wer erst zu Jahresbeginn 2027 startet, kann den Test ebenfalls gut schaffen, muss den Lernplan dann aber straffer takten.
Wichtig ist weniger das genaue Startdatum als die Kontinuität: Lieber vier feste Termine pro Woche über mehrere Monate als ein Marathon in den letzten zwei Wochen. Der TMSnat prüft Routine und Tempo – und beides entsteht nur durch Wiederholung.
In welcher Reihenfolge solltest Du lernen?
Die häufigste Frage lautet: Womit fange ich an? Wir empfehlen ein Vorgehen in drei Phasen, das die Besonderheit des TMSnat berücksichtigt – nämlich das stärkere Gewicht der Naturwissenschaften.
Phase 1 – Naturwissenschaftliche Grundlagen sichern. Der TMSnat bewertet Biologie, Chemie, Physik und Mathematik stärker als der klassische TMS. Deshalb steht dieser Block am Anfang: Wer die Grundlagen aus der Oberstufe auffrischt und Lücken schließt, legt das Fundament für gleich mehrere Untertests. Ohne dieses Fundament bringt reines Aufgabentraining später wenig.
Phase 2 – Die bekannten Untertests trainieren. Sobald die Grundlagen sitzen, geht es an die aus dem TMS bekannten Aufgabenformate. Hier trainierst Du gezielt jeden Untertest einzeln, lernst die typischen Aufgabentypen kennen und eignest Dir die passenden Strategien und Rechenwege an. In dieser Phase entscheidet sich, wie schnell und sicher Du die Aufgaben löst.
Phase 3 – Simulationen und Endspurt. In den letzten Wochen bringst Du alles zusammen: vollständige Testsimulationen unter realistischen Zeit- und Prüfungsbedingungen. Hier trainierst Du Ausdauer, Konzentration über mehrere Stunden und das Zeitmanagement zwischen den Untertests – der Faktor, der am Prüfungstag oft den Unterschied macht.
Die Untertests im Überblick
Der TMSnat setzt sich aus Untertests zusammen, die zum größten Teil bereits aus dem TMS bekannt sind. Diese fünf Untertests übernimmt der TMSnat unverändert:
- Medizinisch-naturwissenschaftliches Grundverständnis (MedNat)
- Quantitative und formale Probleme (Quanti)
- Textverständnis
- Diagramme und Tabellen
- Fakten lernen
Neu hinzu kommen zwei Untertests mit deutlich naturwissenschaftlichem Schwerpunkt:
| Untertest | Herkunft | Was er prüft |
|---|---|---|
| MedNat, Quanti, Textverständnis, Diagramme & Tabellen, Fakten lernen | aus dem TMS | bleibt unverändert |
| Naturwissenschaften | neu | Biologie, Chemie, Physik, Mathematik |
| Arithmetisches Problemlösen | neu | Rechnen und Zahlenlogik |
Für Dich heißt das: Der Großteil Deiner Vorbereitung fußt auf bewährtem TMS-Material und erprobten Strategien. Die figural-räumlichen Aufgaben des alten TMS (Muster zuordnen, Schlauchfiguren, Figuren lernen) entfallen – dafür rücken Naturwissenschaften und Rechnen in den Vordergrund. Eine ausführliche Erklärung des neuen Testaufbaus findest Du auf unserer TMSnat-Übersichtsseite.
Simulation und Endspurt
So gut die Vorbereitung der einzelnen Untertests auch läuft – der TMSnat ist am Ende ein mehrstündiger Test, der volle Konzentration über einen langen Vormittag verlangt. Genau darauf solltest Du Dich in den letzten Wochen einstellen.
Plane deshalb mehrere vollständige Simulationen ein: idealerweise zur selben Tageszeit wie der echte Test, ohne Unterbrechung, mit realistischem Zeitlimit pro Untertest. Nach jeder Simulation gehst Du Deine Fehler durch – nicht nur, um zu wissen, was falsch war, sondern um Muster zu erkennen: Verlierst Du Zeit beim Rechnen? Liest Du bei Textaufgaben zu langsam? Diese Auswertung ist oft wertvoller als die nächste neue Aufgabe.
In der letzten Woche vor dem Termin gilt: kein neuer Stoff mehr. Festige, was sitzt, halte Deine Routine, und sorge für ausreichend Schlaf. Ausgeruht und mit klarem Kopf holst Du am Prüfungstag mehr heraus als mit Last-Minute-Panik.
Genau nach dieser Logik ist auch unsere Vorbereitung aufgebaut: In unserem TMS-Live-Onlinekurs trainierst Du die bewährten Untertests mit echten Aufgaben und Strategien, und mit unserem Vorsemester baust Du die naturwissenschaftlichen Grundlagen auf, die im TMSnat wichtiger werden. Wenn Du früh starten und den Übergang zum neuen Test optimal nutzen möchtest, sicherst Du Dir hier Deinen Kursplatz.
Stand: Juli 2026. Die offiziellen Angaben und die verbindliche Aufgabenstruktur veröffentlicht das amtliche Portal tms-info.org. Einzelne Punkte zum TMSnat sind noch vorläufig und können sich bis zur ersten Durchführung ändern – wir aktualisieren diesen Artikel entsprechend.