Mit dem TMSnat ab Frühjahr 2027 kommen zwei komplett neue Untertests dazu – einer davon ist das arithmetische Problemlösen. Der Name klingt technisch, dahinter steckt aber etwas sehr Handfestes: rechnen unter Zeitdruck, ohne Taschenrechner. Wenn Du wissen willst, was dieser Untertest von Dir verlangt, wie er sich vom bekannten Quanti-Teil unterscheidet und wie Du ihn gezielt trainierst, bist Du hier richtig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Arithmetisches Problemlösen ist einer der zwei neuen Untertests im TMSnat (der andere sind die Naturwissenschaftsfragen).
  • Es geht um rechnerisches Problemlösen: Textaufgaben, Grundrechenarten, Prozent- und Dreisatzrechnung – im Kopf und unter Zeitdruck.
  • Ein Taschenrechner ist nicht erlaubt. Sauberes Kopfrechnen und ein systematisches Vorgehen sind die entscheidenden Fähigkeiten.
  • Die genaue Ausgestaltung ist noch neu: Aufgabenformate und Gewichtung stehen erst mit der ersten Durchführung endgültig fest.

Was wird im arithmetischen Problemlösen geprüft?

Der Untertest prüft, ob Du alltagsnahe Rechenprobleme schnell und zuverlässig lösen kannst. Typischerweise bekommst Du eine kurze Textaufgabe, aus der Du zunächst die richtigen Zahlen und die passende Rechenoperation herausziehen musst – und dann rechnest Du das Ergebnis aus, ohne Hilfsmittel.

Im Kern geht es um solide Schulmathematik der Mittelstufe, angewendet unter Zeitdruck. Voraussichtlich stehen dabei diese Bausteine im Mittelpunkt:

  • Grundrechenarten mit größeren Zahlen, Brüchen und Dezimalzahlen
  • Prozentrechnung – etwa Anteile, Zunahmen und Abnahmen
  • Dreisatz und Verhältnisse – von Mengen, Preisen oder Konzentrationen
  • Überschlagen und Runden, um Ergebnisse schnell einzugrenzen
  • Textaufgaben, bei denen Du die relevante Information von unwichtigen Angaben trennst

Wichtig zu verstehen: Es geht nicht um komplizierte höhere Mathematik, sondern um Rechensicherheit und Tempo. Wer die Grundlagen beherrscht, aber beim Kopfrechnen zögert, verliert hier wertvolle Zeit – genau das trainiert der Untertest.

Wie grenzt sich das vom bestehenden Quanti-Teil ab?

Auf den ersten Blick klingt “arithmetisches Problemlösen” ähnlich wie Quantitative und formale Probleme (kurz Quanti), der bereits aus dem TMS stammt und im TMSnat erhalten bleibt. Beide haben mit Zahlen zu tun – der Schwerpunkt ist aber ein anderer.

Der Quanti-Teil stellt eher mathematisch-formale Denkaufgaben: Gleichungen, Einheiten, physikalisch-technische Zusammenhänge, das Umstellen von Formeln und das Arbeiten mit Größen. Hier zählt vor allem, ob Du die richtige Lösungsstruktur erkennst.

Das arithmetische Problemlösen legt den Fokus dagegen stärker auf das reine Rechnen im Kopf: Du sollst weniger eine clevere Formel finden als vielmehr schnell und fehlerfrei zum Zahlenergebnis kommen. Vereinfacht gesagt prüft Quanti eher das mathematische Verständnis, das arithmetische Problemlösen eher die Rechenroutine. In der Vorbereitung ergänzen sich beide gut – wer im Kopfrechnen sicher wird, profitiert auch im Quanti-Teil.

Da der Untertest neu ist, sind die genauen Aufgabenformate und die Abgrenzung im Detail noch vorläufig. Die verbindliche Struktur veröffentlicht das offizielle Portal vor der ersten Durchführung.

So bereitest Du Dich vor

Die gute Nachricht: Arithmetisches Problemlösen ist einer der am besten trainierbaren Untertests, weil er auf klaren Grundlagen aufbaut. Entscheidend ist weniger neues Wissen als Routine. Diese drei Bausteine helfen Dir am meisten:

  • Kopfrechnen üben. Rechne täglich ein paar Minuten ohne Taschenrechner – Prozente, Dreisatz, kleine Textaufgaben. Schon 10 Minuten am Tag bauen spürbar Tempo und Sicherheit auf.
  • Systematisch vorgehen. Lies die Aufgabe, markiere die relevanten Zahlen, wähle die Rechenoperation, überschlage das Ergebnis – und rechne erst dann genau. Dieses feste Schema verhindert Flüchtigkeitsfehler unter Zeitdruck.
  • Überschlagen lernen. Bei Multiple-Choice-Aufgaben kannst Du oft schon durch grobes Runden unrealistische Antworten ausschließen, bevor Du exakt rechnest. Das spart Zeit für die kniffligen Fragen.

Wichtig ist außerdem, unter realistischen Bedingungen zu üben: mit Zeitlimit, ohne Hilfsmittel und mit dem Blick auf das große Ganze. Denn der TMSnat ist mit 8 Untertests, 176 Aufgaben und 298 Minuten Nettotestzeit ein Ausdauerlauf – Rechensicherheit hilft Dir nur, wenn Du sie auch nach mehreren Stunden noch abrufen kannst.

Genau darauf ist unsere Vorbereitung ausgelegt: Im TMS-Live-Onlinekurs trainierst Du die rechnerischen und formalen Untertests mit echten Aufgaben und klaren Strategien, und mit unserem Vorsemester baust Du zusätzlich die naturwissenschaftlichen Grundlagen auf, die im TMSnat wichtiger werden. Einen Überblick über den gesamten neuen Testaufbau findest Du auf unserer TMSnat-Seite.


Am besten fängst Du früh mit dem täglichen Kopfrechnen an – so wird Rechensicherheit zur Gewohnheit statt zur Stressquelle. Wenn Du strukturiert üben willst, sicherst Du Dir hier Deinen Kursplatz. Weitere Beiträge rund um TMS und TMSnat findest Du in unserem Ratgeber.

Stand: Juli 2026. Die offiziellen Angaben und die verbindliche Aufgabenstruktur veröffentlicht das amtliche Portal tms-info.org. Der Untertest arithmetisches Problemlösen ist neu; die genaue Ausgestaltung ist noch vorläufig und kann sich bis zur ersten Durchführung ändern – wir aktualisieren diesen Artikel entsprechend.